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Lohnmodell mesrine

 

 

Lohnmodellmesrine (Einzelheiten)

Das von mesrine vorgestellte Modell erinnert sehr stark an das Modell von Karl Marx, das er in seiner Arbeitswerttheorie verwendet. Dort strukturiert dieser die Unternehmen in Sachkapital (c), Lohnkapital (v) und Mehrwertkapital (m). Außerdem gliedert er die Volkswirtschaft in Investitionsindustrie (Abteilung I, sie produziert Produktionsmittel) und Konsumindustrie (Abteilung II). Im Modell von mesrine wird nicht zwischen Unternehmen der Investitions- und solchen der Konsumindustrie unterschieden. Die Unternehmen produzieren in aufeinander folgenden Sequenzen wechselseitig für einander sowohl Produktionsmittel als auch Konsumgüter. Ich versuche nun, die marx’sche volkswirtschaftliche Gliederung für das Modell von mesrine zu übernehmen, wobei „P“ gleich „c“ ist:

In seiner Arbeitswertlehre entwirft Marx ein Modell der kapitalistischen Wirtschaft, das er buchhalterisch darstellt. Dort strukturiert er die Unternehmen in Sachkapital (c), Lohnkapital (v) und Mehrwertkapital (m). Außerdem gliedert er die Volkswirtschaft in Investitionsindustrie (Abteilung I, sie produziert Produktionsmittel) und Konsumindustrie (Abteilung II). Ich versuche nun, diese marx’sche volkswirtschaftliche Gliederung mit seinen Symbolen zu übernehmen: Die jeweiligen Sachkapitalien (Produktionsmittel) für Abt. I und II sind c1 und c2.

Das Modell geht von dem Begriff der einfachen Reproduktion aus, den Marx benutzte. Dabei wird der vollständige Konsum der produzierten Werte einer Wirtschaft angenommen, d.h., was die einzelnen Sektoren produzieren, wird von den anderen jeweils abgenommen und konsumiert, der Output ist gleich dem Input(Ausgaben = Einnahmen) oder die Volkswirtschaft ist ein geschlossenes System, ein Kreislaufsystem. Der Wirtschaftsprozess wird in verschiedenen Phasen aufgeteilt: Vorleistung (Finanzierung), Produktion, Verkauf/Kauf.

Das Modell geht von einer Primärausstattung der Sachkapitalien (Produktionsmittel) beider Produktionssektoren aus. In die Kostenkalkulation geht nur die zu ersetzenden Sachkapitalien ein, also die Abschreibung (c1 und c2). Die Produktion wird buchhalterisch verfolgt, indem Konten eingerichtet werden. Für Abt. I und II die Konten Profit m1 und m2 als Einkommen der Unternehmen, sowie S1 und S2 als Kreditkonten. Für die Haushalte Konten L1 und L2 als Lohneinkommen, sowie SH als Kreditkonto.

Zu Beginn eines Zyklus kauft die Abteilung I (Investitionsindustrie) auf Kredit die Produktionsmittel und Arbeitskräfte in Höhe des Wertes c1+v1 als Vorleistung ein. Dadurch entsteht auf deren Kreditkonten insgesamt eine Schuld von -c1-v1. Die Investitionsindustrie stellt mit den so eingekauften Maschinen und den Lohnkräften wiederum Produktionsmittel für die Konsumindustrie (Abteilung II) im Wert von c1+m1+v1=c2 her (Produktion). Die Haushalte haben ein Einkommen in der Höhe von v1. Die Unternehmen der Konsumindustrie kaufen nun die Produktionsmittel (c2) als Vorleistung auf Kredit (Verkauf/Kauf). Außerdem wird als Vorschuss kreditfinanziert Lohn in Höhe von v2 ausgezahlt, so dass Konsumgüter in Höhe von c2+m2+v2=c1+m1+v1+m2+v2 produziert werden können (Produktion). Es entsteht seitens der Konsumindustrie eine Schuld in Höhe von (-c1-m1-v1-m2-v2). Durch den Verkauf der Produktionsmittel c2 begleichen die Unternehmen der Investitionsindustrie ihre Schuld -c1-v1 und verifizieren ihren Profit m1. Ein Teil der nun produzierten Konsumgüter wird von den Haushalten mit ihrem Lohneinkommen v1 und v2 gekauft (Verkauf/Kauf) und vom Markt geräumt, ein anderer Teil voraussetzungsgmäß (Bedingung der einfachen Reproduktion) vom Einkommen der Unternehmen, das in dem Gewinn m1 und m2 besteht. Es bleiben noch Konsumgüter im Werte von c1 übrig. Die Konsumindustrie tilgt mit diesem Verkauf bis auf den Rest -c1 ihre Schuld (-c2-m1-m2). Finden sich dafür kreditfinanzierte Käufer, geht die Schuld auf diese über. Buchalterisch wird dieser erste Zyklus wie folgt fest gehalten:

 

LohnmodelleinzelhII

 

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Mai 11, 2014 - Posted by | Wirtschaft

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