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Grafik Wirtschaftsmodell einer Warentauschbeziehung

 

Symbolerklärung:

WI sind Waren der Investitionsindustrie, insbesondere WIC= Maschinen; WIC= Maschinenersatz WIv = Arbeitskräfte; WIm = Profit

WA = Waren der Konsumindustrie, insbesondere WAC = Maschinen; WACm= Maschinen im Austausch zu WIm; WAv = Arbeitskräfte; WAm .= Profit

Wirtschaftsmodell einer Warentauschbeziehung

 

Neue Grafik:

 

Modell WarentauschDas Modell verweist auf folgende Schwierigkeit einer Vorstellung, die besagt, in der kapitalistischen Wirtschaft würden Waren getauscht:

Geld – hier als bloßes Transfermittel – kann in den Dimensionen einer Währung ausgedrückt werden. Welche Dimensionen sind aber für die Waren adäquat? Stückzahl, Gewicht, Volumen ? In der Realität werden auch hier Währungseinheiten des Geldes verwendet, denn Geld ist Anfang und Ende einer Unternehmung: G – W – G‘. Durch diese Wirklichkeit wird von der Qualität der Gebrauchswerte durch Reduzierung auf die Quantität abstrahiert, ausgedrückt in Zahlen. Geld ist nicht nur ein Transfermittel, sondern wirkt in Form einer Reduzierung auf die wirtschaftliche Wirklichkeit. Menschen und ihre Handlungen, besonders ihre wirtschaftlichen, werden in Zahlen bewertet. Das Geld schießen die Unternehmen vor, in der Regel durch einen Kredit, der von den Geschäftsbanken bereitgestellt wird, indirekt von der Zentralbank.

 

Grafik alt, fehlerhaft!!

 

 

Modell Franziska

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Mai 25, 2014 Posted by | Wirtschaft | 2 Kommentare

Modell zur Arbeitswertlehre Bezug Arbeitszeit

Modell zur Marxschen Arbeitswerttheorie
Ein Versuch

Vorbemerkung
Die Marxsche Arbeitswertlehre wird von ihren Anhängern intensiv akademisch geführt. Bürgerliche Ökonomen halten sie für überholt und lassen sie „links“ liegen. Die Diskussion hat ihren Ursprung in der buchhalterischen Aufarbeitung wirtschaftlicher, insbesondere kapitalistischer Prozesse. Das hat seinen Grund darin, dass kapitalistische Wirtschaftsprozesse in der Sprache des Geldes beschrieben werden, mehr noch sie sind ohne Geld nicht möglich. Die kaufmännische Rechnungslegung in Geldeinheit ist die Grundlage unternehmerischer Tätigkeiten.

Die Anhänger der Arbeitswerttheorie gehen von der Auffassung aus, dass volkswirtschaftliche Werte nur der Arbeit der Werktätigen entspringe. Auch die bürgerlichen Ursprungsväter der klassischen Ökonomie hatten diese Vorstellung. Es wäre absurd anzunehmen, Werte entsprängen aus dem Besitz von Maschinen, Geld oder Land. Die Maschinen müssen bedient, für Geld muss gearbeitet und das Land muss bestellt werden. Maschinen, Geld und Immobilien würden keine Werte schaffen.
Was ist also das Problem? Es besteht darin, welche Bedeutung für die einzelnen Diskutanten die Begriffe Arbeit und Wert haben. Denn „die Arbeit“ ist eine kategoriale Bestimmung eines Beobachters, der sich in einer äußeren Distanz zu seinem Gegenstand wähnt. Er beobachtet in verschieden Situationen Personen in ihren Handlungen und ordnet sie als Arbeit ein. Noch schwieriger ist es, den Begriff „Wert“ kategorial zu bestimmen. In ihren Beziehungen bewerten Menschen, sich untereinander, bewerten Gegenstände und Handlungen. Die Werte von wirtschaftlichen Gütern und Leistungen werden in der Regel quantitativ in Geldeinheiten ausgedrückt. Die Qualität geht dabei verloren.

Nun werfen die „linken“ Vertreter der „reinen“ Arbeitswertlehre den „linken“ Kritikern Verrat an den grundsätzlichen Aussagen der Theorie vor. Es ist oft ein akademischer Streit um die richtige Darstellung des buchhalterisch erfassten Prozesses der Wertentstehung – ein ungenügender, wenn nicht unmöglicher Versuch, Dynamik statisch zu erfassen. Da werden Konten definiert und eröffnet, d.h. mit Zahlen gefüllt und miteinander zahlenmäßig, d.h. mathematisch verknüpft. Verkannt wird dabei, dass diese Art der Wirtschaftsanalyse den in kapitalistischen Denkkategorien verhafteten Beobachter kennzeichnet (s. Anhang 6). Buchhaltungen sind nur zahlenmäßig erfasste Augenblickabbilder der Wirklichkeit. Sie sind darüber hinaus der unmögliche Versuch, durch Geldeinheiten die Qualitäten verschiedener Erscheinungen in Quantitäten auszudrücken. Ich habe mir nun die Mühe gemacht, den buchhalterischen Weg nachzuvollziehen, wobei ich mich vor allem auf die Arbeitszeit als bestimmende Größe beziehe. Es handelt sich dabei um ein Versuch mit vielen offenen Fragen.
Darstellung der Arbeitswerttheorie
Unter Verzicht einer vertieften Darstellung soll im Folgenden versucht werden, kurz in Schlagworten die Arbeitswerttheorie zu skizzieren.
Danach entstehen die Werte in einer Volkswirtschaft im Raum der Produktion und nicht in dem der Zirkulation. Es heißt:

Die Arbeitskraft der Werktätigen ist die Quelle von wirtschaftlichen Werten

Dies als Kernaussage der Arbeitswertlehre hinzustellen, ist sehr vereinfachend. In der marxistischen Terminologie heißt es, dass „sich die Waren entsprechend der zu ihrer Produktion notwendigen Menge gesellschaftlicher Arbeit, also zu ihren Werten austauschen“. (Anm.: M. Sohn, Der dritte Anlauf, PapyRossa, 2012, S. 90). Welche Arbeit ist genau gemeint, was wird damit hergestellt, was sind das für Werte, was ist die Arbeitskraft? .Welche Konsequenzen hat die aufgestellte Kernaussage für die Variablen einer kapitalistischen Volkswirtschaft aus der Sicht marxistisch orientierter Wirtschaftswissenschaftler?

Das Invarianzpostulat
Folgende Begriffe der Arbeitswerttheorie werden beschrieben: In einem Unternehmen schaffen Arbeitskräfte (Personen. Kräfte sind hier nicht im physikalischen Sinne gemeint) an Maschinen Waren, die auf dem Markt gegen Geld getauscht werden. Was der Markt ist, soll hier nicht erörtert werden. Bevor Waren hergestellt werden, müssen Maschinen und Arbeitskräfte (!) als Waren eingekauft werden. Das Geld dafür wird als Kredit vorgeschossen. Dieser gesamte Vorgang der Warenherstellung kann buchhalterisch dargestellt werden. Alles, was als Geld zu beziffern ist, wird als Kapital festgehalten: entweder der Maschinenpark oder die neu angeschafften und ersetzten Maschinen als konstantes (c), die Arbeitskräfte als variables Kapital (v). Beides sind in einer unternehmerischen Buchhaltung Kostenpositionen, zusammen also Ausgaben. (Die Realität, die Menschen als Subjekte hinter der Buchhaltung). Werden diese durch das eingenommene Geld des Warentausches als Einnahmen (pr) gegen gerechnet, entsteht als positiver Saldo ein Überschuss, der Profit (b).

Weiterals Pdf Datei: Modell Arbeitswerttheorieneu25Mai14

Mai 25, 2014 Posted by | Wirtschaft | Hinterlasse einen Kommentar